Das Leben ist der Weg zum Ziel !!!











{Dezember 3, 2007}   Wie allein kann man sein?

Wie allein kann man sein?

Was macht einen vor Liebe blind?

- Der Duft des anderen an einem selbst

- Der verschlafene Blick und ein grummelndes „Guten Morgen“ nach dem Aufstehen

- Das Grinsen und Lachen

- Das krampfhafte aufmuntern, wenn man schlechte Laune hat

- Das zärtliche berühren des Körpers

- Jeder noch so kleine Kuss

- Jede durchlebte Nacht ohne Nähe

- Sehnsucht

- Die Herzlichkeit gegenüber der Familie

- Die Leidenschaft zu seiner großen Liebe

- Annerkennung

- Die Verletzlichkeit

- Die Fantasie, die aus Worten Bilder macht

- Intelligenz und Wissen

- Jede Eigenart die der andere hat

- Einfach nur der eine Mensch!

 

- Das Wissen nicht allein zu sein …

…allein zu sein ?

Wie allein kann man nebeneinander sein?

 

Kann man sein Leben teilen ohne gemeinsam zu sein?

Kann man das Blind sein ignorieren und allein sein wollen?

 

Was passiert wenn das Blind sein ignoriert wird und man die Augen öffnet?

Nichts – eine lange Zeit – denn das Gefühl Blind zu sein wird deine Augen trüben und dich selbst belügen. Es wird dir das Gefühl geben die Hoffnung zu lieben blind zu bleiben.

Doch man merkt das Blind sein, nicht hilft durchs Leben zu gehen, man wendet sich dem Leben zu und ignoriert unter Schmerzen und Pein sein Blind sein. Man verschließt es im tiefsten seines Herzen, geschützt von Gefühl und der Angreifbarkeit.

Nur was wollen wir? Augen auf – Augen zu?



{September 26, 2007}   Ich begleite dein Leben…

… sitze in deinem Bett, am Kopfende

und wache über deine Träume und dein Leben.

Ich kenne dich seitdem du denken kannst

und mir fallen inzwischen schon die Haare aus.

Ich bin dein Kopfkissen und

dein Taschentuchersatz wenn du weinen musst.

 

Du musst viel weinen in der letzten Zeit, drückst mich an dich.

Ich weiß dadurch beruhigst du dich wieder und dein Atem wird ruhiger.

 

Deine Augen tragen seit Tagen einen traurigen Blick in sich,

dein Blick sucht nach einem Ziel doch du findest es nicht.

Du suchst nach jemand wie du es bist, jemand der dich versteht,

beschützt und dich liebt. Doch du suchst schon so lange

und immer wieder fange ich deine Tränen auf.

Habe viel kommen und gehen sehen, sah auf dich nieder

wenn du dich in den Schlaf weinst, wenn du mir sagst das

du Angst hast und Worte wie:

„Lass mich doch einfach einschlafen – ohne wieder aufzuwachen!“

 

Ich kann nix tun – kann dich nicht retten vor all dem Leben.

Dem Leben dem du dich einfach so hingibst.

 

Gehst durch jedes Tief und Hoch, lebst es zu intensiv – du liebst das Drama des Lebens.

Fällst in immer tiefere Löcher des Selbstmitleids, weißt nicht mehr wie du den Weg herausfinden sollst.

 

Und schon wieder spüre ich deine Tränen auf meinen flauschigen Armen.

 

Du bist nicht mehr du selbst - Die Frage stellst du mir immer wieder?

 

Du bist du selbst – nur bist du auf den falschen Weg gekommen.

 

Du hast es bemerkt! Es war der falsche Weg.

Ich hätte es dir gesagt, doch sprechen kann ich nicht.

 

Du kannst doch aus jedem Loch klettern.

Hab dich schon so oft wieder aufstehen sehen – dein strahlendes Lächeln erfüllt mein Herz mit Freunde. Dein Lachen ist so herzlich, das es die Menschen in deiner Umgebung ansteckt.

 

Du bist nie jemand der am Boden liegen bleibt. Kram deine Ehre und deinen Ehrgeiz raus und gehe den Weg in die richtige Richtung weiter…

 

…doch das sagte er nie zu mir. Er ist ein alter Kuschelhase, aus Stoff eigentlich wertlos, aber Erinnerungen sind sehr viel wert. Ein Vertrauter meines Lebens…

 

Was würden eure alten Kuscheltiere erzählen wenn sie es könnten?



{September 3, 2007}   Der erste Tag in Berlin

24 Stunden sind um…ein Tag in Berlin habe ich erfolgreich verleben dürfen.

Nach einer anstrengenden, nervigen und ermüdenden Zugfahrt quer durch Deutschland kamen wir unserem Ziel endlich näher. Spannend beobachtete ich die Stadt von Sitzplatz des IC. Wir fuhren schon 10 Minuten durch Berlin und waren immer noch nicht am Bahnhof angekommen. Was für ein Eindruck für mich…diese Stadt ist ja riesig.

„Nächster Halt: Berlin Hauptbahnhof“, sagt die Stimme im Hintergrund…noch 10 Minuten, dann sind wir an der Endstadtion Berlin Ostbahnhof. Endlich wir stehen schon an der Tür und der Zug fährt in den Bahnhof ein. Da! Ich hab ihn gesehen, da ist André. Mit langen Haar, sehr stylisch wie ich persönlich finde. Die Wiedersehenfreude ist riesig, wie lang hatten wir uns nicht mehr gesehen. Ich konnte es noch nicht glauben das wir wirklich in Berlin angekommen sind. Ich stehe in Berlin! Yeah.

Erst mal zum Andre laufen…auf dem Weg dorthin überkamen mich schon sehr viele Eindrück. Es war Freitag 22.00Uhr in Berlin Kreuzberg. Wir gingen an so vielen kleinen Bars, Cafés und Läden vorbei, das ich nicht mehr in der Lage war meine Begeisterung auszudrücken. Da waren wir, das Haus wo André wohnt. Ein eisernes Tor in der Einfahrt, die Wände sind beklebt und überall wurden Graffitis gesprayt. Das ist aber schon normal hier…um es mit den Worten von Nico zu sagen: „Berlin ist EIN ganzer Aufkleber“. Überall sah ich noch mehr Flyer noch mehr Aufkleber und noch mehr Werbung. Überall kamen uns Menschen entgegen. Das kannte ich noch nicht aus Essen, dort ist es groß, aber das Leben ist dort noch lang nicht so entspannt wie hier in Berlin. Schon nach der ersten Stunde in der Stadt war mir bewusst, dass ich noch öfter herkommen werde. Die Uhren laufen hier noch anders…Was für Eindrücke.

Erst mal kurz auf dem Sofa zurücklehnen…wir sind müde, total erschlagen und wir haben Hunger. Essen, wir brauchen warmes Essen. Ich denke mir das könnte vlt gar nicht mehr so leicht sein um 23 uhr. Aber falsch gedacht, Berlin schläft nicht, nur 2 Türen weiter ist ein kleines indisches Restaurant. Wir haben uns nach Draußen gesetzt, ganz rustikal auf Bierbänken die auf dem Bürgersteig standen. Sehr komisch aber es brachte eine angenehme Stimmung zum Vorschein. Essen ist fertig und die kleine ältere indische Frau brachte uns mit einem freundlichen, offenherzigen Lächeln die vollen Teller…mhhhhhm lecker. Und nun sind wir platt, aber jetzt schon schlapp machen, an einem Samstag Abend in Berlin. Nein, das konnten wir nicht machen. Also ab zu Jan, er ist auf irgendeiner Hofparty. 15 Minuten laufen - aber egal. Und schon wieder neue Eindrücke auf dem Weg zur Party. Da gab es eine Ecke wo bestimmt 5 Dönerbuden nebeneinander sind….5 Stück! Hallo? Geht es noch?

Endlich auf der Party angekommen…wo ist Jan? Keine Ahnung also erstmal anrufen und dann mit nem Bier gemütlich irgendwo hinsetzten. Aber nur wo? Die kleine Bühne sah doch ganz gut aus…mit rotem Teppich und in Gelb/Rot beleuchtet…einfach mal auf die Kante setzen und auf die Jungs warten. Und auf einmal saßen dort jede Menge Leute. Ich gucke nach link, gucke nach rechts und alle bauen sich grad nen Joint…WAS GEHT DENN HIER???…Das ist Berlin, so ist das nun mal…Ah, da war auch Jan und Rest der Truppe. Inzwischen haben wir uns auf die Bühne gesetzt und nen Kreis gebildet. Zu Erst waren wir nur ein paar Leute, doch je später der Abend, desto mehr gesellten sich zu uns, am Ende waren es 13 Leute und noch einige andere Gruppen die dort saßen. Es war spannend zu sehen wie viele verschieden Charaktere dort waren, alle ganz unterschiedlich. Jeder hatte etwas interessantes aus seinem Leben zu berichten. Totale Reizüberflutung! Wir waren total übermüdet… “Was wollen wir noch machen…?” Ich konnte langsam nicht mehr sitzen, ab nach Hause. Es ist inzwischen auch schon 3 Uhr. Das Bett ruft! Der Heimweg ist schnell angetreten.

Zu Hause – Sofa – Schlafen? Schlafen…nein, das konnte sich nicht durchsetzten. Wir wollten was Lustiges machen. Ein bissel jamen, musikalische Kreativität. Nach leichten Startschwierigkeiten kamen dann nach und nach immer komischere Töne aus den Boxen, aber es war nix kaputt, das war Absicht! Immer und immer wieder und am Ende ergab sich ein cooler Sound. Der Sound war schon so wirsch, das wir ihn immer besser fanden. Das ein oder andere mal kamen aber auch sehr merkwürdige Zusammenstellungen rum. Wir haben gelacht, bis zum Umfallen. Nach unzähligen Versuchen endlich mal ins Bett zu gehen, standen wir auf und wankten ins Bett. 7 Uhr war es schon. Das wir überhaupt so lange durchgehalten hatten war ein Wunder. Wir lagen noch keine Minute in unseren Betten und schon war Stille eingekehrt.

Oh wunderbarer erholsamer Schlaf…wie angenehm dich zu spüren, meine Beine werden schwer, meine Augen fallen zu, meine Gedanken sind konfus vor lauter Regenbogenfarbenen Erinnerungen an den Abend.

13 Uhr - Augen auf – Augen zu – noch mal umdrehen?
Ich bin mir nicht sicher…alles tut weh…Kopf, Augen, Beine….ich fühle mich scheiße.

Augen auf und ab in den Tag. Wir sahen alle wie erwartet verdammt kaputt aus, aber das ist der Preis den man für einen solchen Abend zahlt. Und das immer wieder gerne. Was machen wir heute, außer 3 Stunden brauchen zum wach werden? Frühstücken um 16 Uhr…dann doch lieber ne Pizza….also gingen wir raus…wieder laufen, aber egal. „Das dauert nur ‚Berliner-5-Minuten’“ was diese Aussage bedeutet habe ich inzwischen gelernt…das sind nämlich bestimmt 15 Minuten gewesen…die Pizza war mal richtig lecker und dabei dann noch an der Spree zu sitzen und die paar Sonnenstrahlen vom Tag genießen. Danach gab es eine Rundtour durch Kreuzberg. Wir haben in ein paar Stunden richtig viel Weg hinter uns gebracht und ich war fasziniert von den vielen verschiedenen Menschen die ich auf diesem Weg gesehen habe. Es war Sonntag, Sonntag! Und der Plus-Markt an einer Straßenecke war offen. An nem Sonntag. Ich habe meinen Augen fast nicht mehr getraut.

Berlin macht mir immer mehr bewusst, wie sehr ich das Großstadtleben benötigen, dieses geordnete Chaos auf den Straßen, das Leben spielt sich in irgendwelchen Straßencafès und kleine Restaurants ab. Menschen laufen kreuz und quer über die Staße, das Leben läuft vor sich hin und zieht dich einfach in deinen Bann! Berlin hat mich gefesselt, in seinen Bann gezogen und es wird mich nicht mehr los lassen.

Ich bin angekommen…



{Juli 19, 2007}   Wie schnell kann sich ein Leben ändern?

Das Leben ist doch manchmal echt fürn Arsch…

nichts klappt mehr, alle haben immer schlechtere Laune, und man weiß nicht mehr wo man anfangen sollte… Dieses Gefühl kennt doch fast jeder von uns…

Genau so ging es mir und auch vielen anderen von meine Freunden…was ist denn nur los mit dieser Welt?
Sehen wir das schöne im Leben nicht mehr oder besser noch wollen wir es nicht sehen?

Und meistens kommt dann ein Moment, man spürt ihn ganz genau, in dem wir die Augen öffnen und die Sonne anstrahlen. Uns durchströmt Kraft, Liebe und Freude. Wir sind plötzlich Glücklich. Das Gefühl überfordert einen dann fast…Glück, Freude….hat man in der Zwischenzeit vergessen was das war?

Diesen Moment konnte ich vor kurzer Zeit miterleben. Ich traf diesen Menschen, welcher mich aus einem dunklen tiefen Wald herausführte. Seine strahlenden Augen und sein Lächeln machte mir Mut, dass das Leben doch etwas besseres für mich vorsieht, als depri zu sein. Zu mal ich diesen Zustand des Lebens total unbefriedigen und anstrengend finde…Von Heute auf Morgen ist alles wieder schön um einen herrum. Man sieht die schönen Blumen, hört auf das Vogelgezwitscher, man achtet auf die strahlenden Menschen und verbreitet gute Laune. Es ist schon komisch, dass ein Mensch meine Gefühlswelt und somit mein Leben so positiv beeinflussen kann.

Es macht so viel Spaß sein Leben mit offenen Augen und offenen Armen zu leben, sich etwas Gutes zu gönnen, sich mit seinen Freunden zu treffen.Warum verschließen wir uns immer wieder wenn es uns schlecht geht? Warum verlassen wir uns nicht einfach auf die schönen Seiten des Lebens? In schlechten Zeiten sollte man sich an die guten Zeiten erinnern, sie noch ein mal leben und daraus die Kraft schöpfen Mut zu fassen und zu leben.

Eins habe ich gelernt in der letzten Zeit:
Es kann einem noch so mieß gehen und man kann auf dem Boden liegen und nicht mehr aufstehen wollen, doch es gibt immer einen Weg um mit seinem Leben klar zu kommen. Man sollte offen mit Freunden drüber sprechen, ehrlich zu sich selbst sein und das Ziel verfolgen, welches man vielleicht schon aus den Augen verloren hat.

Man kann nur nach Vorne blicken, denn das Leben hat keinen Rückwärtsgang. Und ich hau den 6. Gang rein und bekomme mein Leben wieder in Griff…jede Story bekommt mal ihr Happy End. Zu mindest hoffe ich es.

Das Leben ist ein Licht im Winde. [jap. Sprichwort]



{Juli 5, 2007}   — Zeit —>

…in der VERGANGENHEIT kann Zeit oftmals tiefe Wunden hinterlassen……doch die VERGANGENHEIT dient auch als Zufluchtsort für schöne Zeiten…

…in der GEGENWART ist die Zeit zu kostbar, zu kurzweilig und zu vergänglich, um in der Vergangenheit zu leben…

…Denn die Zeit der ZUKUNFT bringt Hoffnung. Die ZUKUNFT kann verzeihen und Wunden heilen. Trotzdem wird die Zeit prägende und kostbare Narben der Erfahrung und Weisheit hinterlassen…

Ich kann weder die Vergangenheit verändern, noch die Zukunft vorhersagen.

Und da Ihr ja wisst, dass die Zeit so relativ ist, wie E = MC², muss man sich von Zeit zu Zeit Gedanken über die Zeit machen.



{Juli 5, 2007}   Ohn-macht-los

 Das geschriebene Wort zu den letzten ca. 2 Wochen:

Was war auf ein mal geschehen? Ich befand mich auf ein Mal in einer anderen Welt, habe Menschen die ich kannte nicht mehr verstanden. Sie waren alle so fremd für mich. Waren sie nun alle gegen mich? Was habe ich unschuldiges Wesen denn nur getan? Ich könnte doch niemals etwas böses machen, oder doch?

Mein Leben war auf ein mal ein ganz anderes wie noch vor 2 Wochen. Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht so leicht weg stecken konnte. Ich kann bis jetzt auch noch nicht sagen was das Schlimmste war.

War es der Liebeskummer, der mich von innen zerfriss? Der Mann den ich mir einbildete zu lieben, es vielleicht auch tat. Zu merken, dass er mich nicht liebt. Es war ein niederschmetterndes Gefühl, schon das zweite mal innerhalb von ein paar Jahren, dass es mich so schwer traf. Oder war ich es, die sich hat treffen lassen?

Dann noch der ganze Stress und vor allem der Druck der in meinem Beruf auf mir lastete. Oder bildete ich mir auch den nur ein. Mein Konto war zwar noch im Plus, aber die Rechnung die ich nicht mehr zahlen konnte stapelten sich inzwischen schon viel zu hoch und auch hier wieder der Druck der auf meinen Schultern immer schwerer wurde.

Doch das war ja noch alles zu ertragen, ich konnte es eine ganze Zeit lang hinter einem gespielten Lächeln verstecken und so tun als sein nichts gewesen. Doch es gab zwei Tage an denen sich für mich alles verändern sollte.

Es war ein Samstag Abend, ich war mit meinem besten Freund für einen Kurztrip nach Holland an die See gefahren, wollte einfach mal etwas entspannen und wieder zu Kräften kommen. Das Gegenteil geschah.

Nach einem entspannten Abend stand ich in meinem süßen lila Nachthemdchen angelehnt in der Tür und etwas in mir nicht so wollte wie ich.

Im nächsten Augenblick merkte ich nur, wie mir jemand eine, zwei, drei Ohrfeigen verpasste.

„Was machst du denn hier?“ höre ich mich sagen, oder hatte ich es nur gedacht? Ich weiß es nicht mehr.

Was war passiert? Dieses Gefühl von totaler Entspannung in mir – Freiheit machte sich in meinem Körper breit. Ich war Ohnmächtig geworden, einfach so. Mein bester Freund kniete neben mir, Angst war in seinen Augen zu lesen, Ratlosigkeit, jetzt bekam ich auch Angst. Mein Kopf schmerzte, ich war in das Bücherregal gefallen, zum Glück hatte ich keine Platzwunde. Ich war noch total benommen von diesem Freien Gefühl, konnte nicht begreifen was passiert war. Jemand half mir ins Bett und brachte mir Eis für meinen angeschlagen Kopf und den blauen Arm, denn ich im Nachhinein schmerzend bemerkte. Ich kann das alles gar nicht in Worte fassen. Merkte den Schlaf über mich kommen, jemand hielt liebevoll meine Hand und war die ganze Zeit bei mir. Ich konnte mich nicht bewegen und schlief ein.

Es war hell und ich hatte Durst, ich stand auf und sah mich im Spiegel. Auf ein mal fiel mir wieder ein was geschehen war. Ich war blass, der linke Oberarm überseht mit tief Blauen Blutergüssen, auf der Stirn eine dicke Beule, die pochte. Der nächste Blick ging direkt zum Regal…so wie das aussah, musste mein Kopf einfach weh tun. Ich ging also in einem eher unsicheren Gang zur Küche schnell was trinken. Mein Kreislauf war noch nicht ganz auf der Höhe, also ging ich direkt wieder ins Bett.

Den restlichen Tag verbrachte ich mit einem anderen Freund auf dem Sofa…der war nämlich krank gewesen…Mein Kopf tat übel weh. Einfach nur schlafen. Irgendwann schien mir die Sonne ins Gesicht und ich wurde langsam wach…mir ging es in diesem Moment auch ganz gut. Da ich dachte ich sein wieder fit, bin ich mit den Jung’s zusammen in den Wirlpool gegangen….wie entspannend ist das eigentlich? Sehr…

So sehr, dass ich beim raus steigen wieder zusammen sackte, zu Glück für mich nicht auf den harten Steinboden sonder ins Wasser. Was im Nachhinein betrachtet ebenso Gefährlich war. Aber ich wurde anscheinend schnell aus dem Wasser gefischt und ich hörte beruhigende Worte in meinem Ohr…mein ganzer Körper zitterte, was war das?

Angst kam in mir hoch und ich war immer noch nicht bei Bewusstsein. Dann dachte ich mich mir: „Wie kann ich während ich Ohnmächtig bin etwas bewusst mitbekommen?“ Und prompt war ich ich wieder da. Öffnete meine Augen und sah wieder in diese sorgenvollen Augen. Doch mir ging es nicht besser.

Beim erneuten Versuch aus dem Pool zu kommen, war ich wieder weg. Ich erinnere mich noch an die Gefühle die mich überfluteten. Und dann war ich schon wieder wach. Dieses mal aber richtig.

Mir ging es auf ein mal wieder richtig gut, ich konnte mich ganz normal bewegen, sprechen und sehen. Ohne Hilfe ging ich weiter und legte mich, mit Handtuch umwickelt wieder auf das Sofa. Und da ging ich auch nicht mehr weg.

Endlich wieder zu Hause, einfach nur noch schlafen. Hoffentlich passiert mir das nicht noch mal, dachte ich während mein Kopf noch dröhnte.

Montags ging es dann erst mal zum Doc.

Diagnose Gehirnerschütterung…so fühlt sich das also an, auf die Erfahrung hätte ich durchaus verzichten können.

Mein Doc ist echt gut drauf: „..so….das und das hatten sie also…mit Zittern…und dann vier mal umgekippt? Hmmm…Vielleicht Epilepsie“

Atemstillstand! Was hatte er da gerade gesagt, das ist doch nicht sein ernst. Im selben Augenblick merkte ich einen kalten Schauer auf meinem Rücken, Angst machte sich breit.

„Ich schreibe ihnen dann noch schnell die Überweisung für den Neurologen und das CT für den Kopf. Langzeit EKG und Labor machen wir auch noch. Nehmen sie sich diese Woche nichts mehr vor. Die Untersuchungen brauchen viel Zeit.“ Das alles hat mir gerade noch gefehlt.

Jetzt war mein Leben doch endgültig aus der Bahn geworfen worden. Die nächsten zwei Tage kamen und gingen, wie…weiß ich auch nicht mehr.

Mittwoch Abend war ich noch mit einem lieben Menschen was Essen, doch der Abend sollte nicht so schön enden. Auf dem Weg zum Auto überkam mich wieder so ein Gefühl von „Ich will frei sein“… Besser schnell hinsetzen. Ich merkte hilflose Blicke, doch ich konnte ihm nichts sagen. Mein Kopf schmerzte so stark und mein Kreislauf war weg. Nach 5 Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vor kamen war ich wieder imstande zum Auto zu laufen. Hinsetzen, Anschnallen, Augen zu und ab nach Hause. Er machte sich Sorgen um mich und brachte mich nach oben, scheiß 4. Etage, ich habe sie verflucht in diesem Moment. Zum Glück war er noch bei mir.

Die Schmerzen wurden immer schlimmer, ich krümmte mich vor Schmerzen und konnte nicht mehr Atmen, nicht mehr Sprechen, nicht mehr Denken. Ich bekam Panik doch eine wärmende Hand auf meinem Rücken holte mich in die Realität zurück, atmen. Ich kann nicht sagen wie lang das gedauert hatte. Ich lag irgendwann im Bett in seinen Armen, auf mich aufpassend. Langsam konnte ich einschlafen…nun ja die Tabletten wirkten endlich.

Diese Schmerzen wünsche ich noch nicht mal meinem ärgsten Feind. So etwas wünsche ich keinem.

Nun habe ich Angst vor allem, ich weiß nicht was ich habe und muss die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten…das wird noch eine Woche dauern.

Ungewissheit ist grausam. Angst ist grausam. Der Gedanke an etwas Schlimmes ist grausam.

Meine Freunde versuchen mir Mut zu machen, doch nach diesen Erfahrungen fällt es mir schwer positiv zu denken. Ich werde mich in Geduld üben müssen. Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Ich hoffe nur das es mich nicht umbringen wird.



{Juli 5, 2007}   Verlust

Was bedeutet es einen Verlust zu erleiden. Ich bin noch jung, wobei ich mich schon recht alt fühle. Wie würde jeder von uns einen Verlust definieren? Ich würde sagen ein Verlust, macht Platz für Neues. Das sollte doch unser Denken sein…Nicht nach hinten schauen, sondern nach vorne

Doch manch mal trifft uns wieder der Schlag und das oftmals nicht gerade sanft. Mann kann viele Dinge verlieren, für mich ist es am schlimmsten eine Leidenschaft zu verlieren oder eine Beziehung zu Beenden. Es ist schlimm immer wieder dieses Gefühl zu spüren. Doch mein größter Verlust ist mein Herz. Es zu verlieren ist immer wieder fahrlässig und naiv. Die größte Macht etwas zu verlieren ist die Liebe.

Die Liebe ist das unendlichste Thema der Welt, jeder weiß was es ist. Ob es nun die Liebe zu einem besonderen Menschen ist oder ob es die Liebe zu Dingen, oder Religionen ist. Liebe ist ein Zustand von Rausch. Der Rausch macht mich süchtig, ich will mehr, immer wieder. Ich nehme mir was ich brauche, was ich will. Doch Rausch ist oft Rauch, nämlich dann wenn Liebe nicht Liebe ist. Und in dem Moment indem ich bemerke was vor sich geht, spüre ich den Verlust in mir.

Wieder hat jemand ein Stück von meinem Herzen zerbrochen, es ohne Rücksicht auf Verlust zerstört. Es ist nicht zu heilen. Oh süßer Schmerz, des Leidens gib mir Kraft nicht noch mal ein solchen Verlust zu erleiden. Schmerz, schütze mich vor diesem, der mir wieder weh tun kann. Doch mein Schutzmechanismus macht es mir nicht einfacher durchs Leben zu gehen.

Ich sehe in blaue Augen, so klar, dass man sich darin verlieren kann. Sehe ich dort etwas das mich den Schmerz vergessen lässt. Ich bin mir nicht sicher…doch eigentlich schon. Ich habe einen Menschen gesehen wie ich ihn noch nicht kannte. Einen Menschen der mich ergänzt? Jemand der meine Gedanken lesen kann? Ja, genau dieser Mensch gehört zu diesen Augen.

Ich merkte wie ich den Schmerz meines letzten Verlustes überwand und mich in einen neuen Abschnitt des Lebens fallen lassen wollte. Ja, ich war mir sicher. Er wird mir gut tun, mit mir lachen und weinen, singen und tanzen, reden und schweigen. Ist er es dem mein Herz gehört?

Ja, ich war mir sicher. Ich brachte den Mut auf mit ihm zu sprechen, er sagte Ja. Mein Verlust war ersetzt worden, durch etwas Neues, etwas Besseres. Ein schönes Gefühl. Ich ließ mich fallen, es war wunderbar.

Doch ich fiel weiter und weiter ins Bodenlose.

Nein, nicht schon wieder…hatten mich die blauen Augen angelogen? Das konnte ich nicht glauben, nicht noch ein Verlust. Ich konnte nicht mehr denken, was war wieder geschehen? Ich werde kämpfen, ich habe es gesehen, tief in seinen Augen. Hinter der Fassade und noch viel weiter, dort sah ich ein reines Herz, geschwächt durch Verluste.

Ich habe die Kraft auch sein Verlust zu mindern, doch ich hatte nicht die Macht dort anzukommen. Ich spürte den Verlust meines Herzen an Ihn. Nicht nur mein Herz war verloren, sondern auch ich.

Da stand ich nun, verletzt und nicht geliebt. Wand so viel Kraft auf und bekam nichts zurück. Ich kämpfte noch weiter, doch ich habe verloren, nicht nur mein Herz. Ich verlor diesen Menschen.

Verluste tun weh.



et cetera